Freiwillige Feuerwehr Lasfelde

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KdoW / ELW 1
Besonders erwähnenswert ist die Beschaffung und der Unterhalt (!) eines Kommandowagens (KdoW) mit Ausstattung eines ELW 1 als Führungsfahrzeug für den Löschzug oder für die Einsatzleitung bei größeren Einsatzlagen.
Die Erfahrungen der Großeinsätze des Jahres 2005 haben gezeigt, dass eine Führungsunterstützung zwingend erforderlich ist und Einsätze wesentlich effizienter und zielgerichteter abgearbeitet werden können. Zudem bietet das Fahrzeug neben dem ELW 1 der Feuerwehr Osterode eine Rückfallebene auf Stadtebene.

Sowohl das Fahrzeug als auch die gesamte Beladung wurden vom Förderverein beschafft. Der Ausbau erfolgte komplett in Eigenleistung, wobei für die unzähligen Stunden ein besonderer Dank den Kameraden Kavin Fedder, Hans-Jürgen Kohlstedt und Jörg Fedder gilt. Das Fahrzeug wurde schließlich im Rahmen einer Feierstunde im Mai 2008 offiziell übergeben.

Hohlstrahlrohre
Hohlstrahlrohre ermöglichen einen effizienteren Löschangriff mit deutlich vermindertem Wasserschaden und bieten Atemschutztrupps im Innenangriff eine größere Sicherheit bei Durchzündungen als herkömmliche Strahlrohre. Obwohl mittlerweile Stand der Technik für den Innenangriff gehören sie aus Kostengründen immer noch nicht zur Normbeladung von Löschfahrzeugen und werden daher nicht von der Verwaltung beschafft.

Um unseren Atemschutzgeräteträgern den größtmöglichen Schutz zu bieten und Brände besser bekämpfen zu können, wurden durch den Förderverein insgesamt vier Hohlstrahlrohre beschafft und auf die Fahrzeuge der Ortsfeuerwehr verteilt, so dass alle im Innenangriff vorgehenden Trupps mit diesem modernen Instrument ausgerüstet sind.

Die Auswahl des von der Berufsfeuerwehr Köln mitentwickelten Strahlrohrs TKW Pokador 115 erfolgte nach umfangreicher Literaturrecherche, Messebesuchen und einer Testreihe bei der Ortsfeuerwehr.
Das Strahlrohr ist einfach zu handhaben, was für freiwillige Feuerwehrleute mit begrenzten Übungsmöglichkeiten sehr wichtig ist. Der Strahlrohrführer hat alle Bedienelemente (Wassergabe und Strahlwinkel) jederzeit in der Hand und kann somit ohne umzugreifen auf Gefahren oder Lageänderungen reagieren. Daher wurde auf ein Strahlrohr mit Griff verzichtet, zumal das Rohr ohnehin ausschließlich für den Innenangriff vorgesehen ist.
Es bietet eine feste Durchflussmenge von 115 l/min und entspricht damit einem regulären C-Rohr, was dem Gruppenführer und dem Maschinisten die Berechnung und Steuerung der Wassermenge gegenüber Rohren mit variabler Wasserlieferung erleichtert. Für Notfälle, bei denen kurzzeitig eine höhere Durchflussmenge benötigt wird (Rauchdurchzündungen oder Selbstschutz) oder zum Spülen bei Verstopfung durch Fremdkörper steht eine Selbstschutz- und Spülfunktion mit einer Leistung von 230 l/min zur Verfügung.

Heißausbildung
Die Einführung von Hohlstrahlrohren, neuer Schutzkleidung und die insgesamt gestiegenen Anforderungen an Feuerwehrleute im Einsatz erfordern eine umfassende Ausbildung, um Einsätze zielgerichtet und sicher bewältigen zu können.
Leider gehört die heiße Ausbildung von Atemschutzgeräteträgern (AGT) in Deutschland noch nicht zum Standard. Wiederum aus Kostengründen erlebt der junge Feuerwehrmann sein erstes heißes Feuer im echten Einsatz, ohne Sicherheitseinrichtungen, Notabschaltung und u.U. ohne erfahrenen Ausbilder.

Darum bemüht sich der Förderverein um eine zeitgemäße und bessere Vorbereitung unserer Atemschutzgeräteträger auf den heißen Einsatz.
So wurden die Fahrtkosten und Unterbringung der Gruppenführer der Ortsfeuerwehr bei einem eintägigen Multiplikatorenlehrgang mit Durchgang in einem feststoffbefeuerten Übungscontainer in Düsseldorf übernommen, der freundlicherweise vom Hersteller der gekauften Hohlstrahlrohre angeboten wurde.

Zudem wurde die Teilnahme von sechs AGT an einer Heißausbildung im gasbefeuerten Übungscontainer aus Anlass des Tages der Retter im Juni 2006 in Northeim übernommen.

Vom 23.-24.05.2009 organisiert der Förderverein die erste Heißausbildung im Landkreis Osterode, die auch den AGT anderer Ortsfeuerwehren offen steht. An den zwei Tagen ergibt sich die Möglichkeit, maximal 120 Teilnehmer in dem gasbefeuerten Übungscontainer zu schulen. Innerhalb kürzester Zeit waren 100 Teilnehmermeldungen vorhanden, so dass der Container bereits jetzt gut ausgelastet ist.

Das rege Interesse und die Übernahme der gesamten Kosten für die Ausbildung aller Teilnehmer der Ortsfeuerwehren einer benachbarten Stadt durch die dortige Verwaltung zeigen, dass hier eine wichtige Ergänzung zur Ausbildung der AGT angeboten wird, die dringend Eingang in die übliche Ausbildung der AGT finden sollte.

Wetterschutzjacken für die Jugendfeuerwehr
Die Jugendfeuerwehrangehörigen erhalten wie alle Feuerwehrleute kostenfrei eine Schutzkleidung gestellt. Dabei handelt es sich um eine ungefütterte Kombination aus Jacke und Hose aus Baumwolle.
Aber auch die Jugendfeuerwehr ist wie die Aktiven natürlich mitunter bei widrigen Wetterbedingungen im Einsatz. Die bisherigen Gummiregenjacken mit Einknöpffutter sind weder atmungsaktiv noch warm.

Im Rahmen einer Sammelbestellung mit den anderen Feuerwehren aus dem Stadtgebiet hat der Förderverein daher insgesamt 30 moderne und sichere Wetterschutzjacken für unsere Jugendfeuerwehrleute beschafft.

Unterhalt und Neubeschaffung von Instrumenten für den Musikzug
Der Unterhalt und die Neubeschaffung von Instrumenten für unseren Feuerwehrmusikzug sind sehr kostenintensiv. Einige der Instrumente sind bereits rund 30 Jahre alt und müssen daher ersetzt oder instand gesetzt werden. Zudem hat der Musikzug durch rege Nachwuchswerbung mittlerweile eine ganze Reihe junger Nachwuchsmusiker erhalten, die alle ein Instrument benötigen, um dieses auch erlernen zu können.

Daher hat sich der Förderverein auch hier an der Finanzierung beteiligt, die der Musikzug nicht allein tragen konnte. So wurden in den letzten Jahren zwei Klarinetten und eine Marschtrommel beschafft, um die Spielfähigkeit des Zuges zu erhalten.

Funkalarmempfänger
Die Ortsfeuerwehr Lasfelde wird wie für Freiwillige Feuerwehren üblich über Funkalarmempfänger (FAE, sog. „stiller Alarm“) und Feuerschutzsirenen (ehem. Zivilschutzsirenen) zu Einsätzen alarmiert. So wird eine Einsatzbereitschaft des Löschzuges zu jeder Tag- und Nachtzeit innerhalb von 3-5 Minuten gewährleistet.

Die Ortsfeuerwehr Lasfelde verfügt lediglich über 14 von der Verwaltung beschaffte FAE. Dabei handelt es sich teilweise um Geräte, die bereits älter als 20 Jahre sind und die nicht mehr zuverlässig funktionieren. Zwar steht kurz- bis mittelfristig die Einführung des Digitalfunks, höchstwahrscheinlich in Verbindung mit Einführung der digitalen Alarmierung auch bei der Feuerwehr ins Haus, jedoch sollte die Alarmierung einer ausreichenden Anzahl von Einsatzkräften bei den rund 70 Einsätzen jährlich jederzeit gewährleistet sein.

Da die Alarmierung über Sirene unzuverlässig und nicht mehr zeitgemäß ist, hat die Ortsfeuerwehr über die Jahre insgesamt 25 weitere FAE aus Mitteln der fördernden Mitglieder gekauft. Der Förderverein hat sich ebenfalls beteiligt und fünf aktuelle FAE für die Ortsfeuerwehr beschafft und weitere, ältere Modelle instand setzen lassen. Glücklicherweise können einige Funkalarmempfänger von Angehörigen von Werkfeuerwehren mitbenutzt werden, so dass mit der Zahl von derzeit rund 45 FAE der Löschzug jederzeit besetzt werden kann, ohne auf die Sirenen zurückgreifen zu müssen. Das schont zudem die Nerven unserer Einwohner. Lediglich bei Großeinsätzen wird noch über Sirene alarmiert, um zusätzliches Personal verfügbar zu machen.

Insbesondere vor dem Hintergrund der Unsicherheit über die weitere Entwicklung im Funkwesen wird jedoch derzeit von weiteren Beschaffungen Abstand genommen. Dies ist umso problematischer, als immer mehr Geräte nicht mehr einwandfrei funktionieren. Die Feuerwehr erwartet daher von Politik und Verwaltung zeitnah einen verbindlichen Zeitrahmen auch für unsere Region, damit Planungssicherheit und damit eine zuverlässige Alarmierung unserer Einsatzkräfte gewährleistet ist.



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